Statement: Druse

Da ich als mobile Trainerin viel unterwegs und in vielen Reitställen stationiert bin, werde ich immer wieder auf Themen wie Druse angesprochen. Aber auch die Vorsorge, was die Verbreitung von Hautpilzen- und Parasiten angeht, ist mir immer wieder ein großes Anliegen … Hier mein Statement!

Fangen wir erstmal mit den Grundlegenden Dingen an:  Was ist Druse?
Druse wird auch „Coryza contagiosa equorum“ oder „Adenitis equorum“ bezeichnet.
Sie ist eine ansteckende Infektionskrankheit und befällt die oberen Luftwege beim Pferd. Verursacht wird die Druse durch das Bakterium „Streptococcus equi“. Die Inkubationszeit beträgt 3-14 Tage, der Erreger verbreitet sich im Tier über das Blut oder die Lymphe.
Neben einem Katarrh der Nase mit schleimig-eitrigen Nasenausfluss, Husten und hohem Fieber kommt es häufig zu einer Vereiterung der zugehörigen Kopflymphknoten. Vor allem Unterkieferlymphknoten und Kehlkopflymphknoten.
Die Erkrankung kann auf den Luftsack übergreifen und diesen Vereitern.  Durch Übergreifen auf die Lunge kann sich eine Lungenentzündung entwickeln. In seltenen Fällen kann es auch zu einer Streuung der Abszesse in andere Organe wie Leber, Milz, Nieren, Gehirn und Darmlymphknoten kommen.
Bei rechtzeitiger Behandlung ist die Progrnose gut. Die Erkrankung ist ohne Behandlung nicht selten tödlich!

Nun zu meiner Arbeit …
Ich bin kein Trainer, der in den Stall kommt, seine Arbeit abliefert und dann gleich wieder verschwindet. Ich bin gerne Nahe am Pferd, baue im Laufe der Wochen eine eigene Beziehung zu den ihnen auf und da Endet meine Arbeit einfach nicht beim „Abmascherln“ der Pferde. Da wird schon mal nach der Arbeit wälzen gegangen, das Futter hergerichtet oder in der Box gekuschelt!
Gerade dieses Vertrauen zwischen mir und dem Pferd gibt auch den Besitzern Sicherheit. Viele meiner Trainingspferde arbeite ich alleine in Eigenregie, mehr Vertrauen kann mir ein Pferdebesitzer nicht mehr entgegenbringen. Es ist für mich ein tolles Gefühl, dass sie wissen, dass sie sich in jeder Lebenslage auf mich verlassen können …
Vertrauen Endet aber nicht bei der Arbeit, auch das Rundherum gehört dazu …

Ich versuche das ganze Jahr über ein sicheres und möglichst hygienisches Training zu gewährleisten! Ich habe es mir angewöhnt meine Überbekleidung und Schuhe nach jedem Stallbesuch mit Lysoform abzusprühen. Das verringert die Keimweitergabe im großen Maße.
Zwischen jedem Pferdewechsel wasche ich meine Hände mit Seife.

Die Pferdebesitzer stellen mir eine Satteldecke zur Verfügung um die Arbeitsgurte nicht direkt am Pferdefell zu haben. Sollte das nicht möglich sein, haben nun schon einige eine eigene Satteldecke von mir bekommen, die dann auch wirklich nur für das eine Pferde benutzt wird. Das Material, das direkt am Pferdekörper anliegt – wie zum Beispiel die Kopfzäume, Trainingshalfter, der Bauchgurt oder die Bodyforming-Platte werden nach jedem Einsatz abgewaschen und mit Lysoform abgesprüht, bevor sie wieder neu eingesetzt werden. Zusätzlich wird das Leder alle 14 Tage geputzt und gefettet.
Auch meine Arbeitstaschen werden regelmäßig abgesaugt und desinfiziert …

Die Pylonen und Gassen aus der Dual-Aktivierung und Equikinetic werden alle 14 Tage mit einem Hochdruckreiniger gesäubert und ebenso mit Lysoform behandelt!

Sollte ich doch Bedenken bei einem (bekannten oder unbekannten) Pferd haben … vielleicht wegen einer Rotznase oder ähnlichen Anzeichen … habe ich immer eine Ersatzgarnitur zum Wechseln angepasst an die Jahreszeit im Auto.
Allgemein trage ich keine Jeans länger als zwei Tage und meine Jacken werden auch jede Woche gewaschen!

Durch die Vertrauensbasis wird mir auch recht schnell von Pferde- und Stallbesitzerin bescheid gegeben, wenn verdächtige Pferde im Stall sind bzw. frisch eingestellt werden. In diesem Fall lehne ich das Anfahren des Stalles ab!

Ich hoffe, ich konnte mit dieser kleinen Erklärung etwas mehr Sicherheit in das Thema bringen …